Werktherapie Holz
Die Werktherapie Holz ist eine ergotherapeutische Therapie-Methode. Mit dieser wird handwerkliche und gestaltende Arbeit mit Holz als Therapiemittel eingesetzt.
Vorkenntnisse mit dem Medium Holz sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Allerdings wird bei unseren Patient*innen eine Steuerungs- und Absprachefähigkeit vorausgesetzt, da auch mit Maschinen gearbeitet wird.
Holz ist ein Material, das bei Bearbeitung unmittelbar alle Sinne beeinflusst. Unsere Patient*innen erspüren die unterschiedliche Beschaffenheit und nehmen den Duft des Holzes beim Arbeiten wahr.
Bei den Patient*innen zielt die Einzelarbeit in der Gruppe auf eine Stabilisierung der eigenen Handlungs- und Kontaktfähigkeit, ein Wiederentdecken der eigenen Selbstwirksamkeit, des eigenen Selbstwerts, eigener Ressourcen und Gefühle sowie eine Steigerung der eigenen Belastbarkeit ab.
Sich der eigenen Ressourcen wieder bewusstwerden bei der Planung und Bearbeitung der Holzwerkstücke stärkt das Selbstwertgefühl, entlastet und führt im Therapieprozess zur Rückeroberung von Lebensqualität und Lebendigkeit. Die Werktherapie Holz macht es möglich, konflikthafte Beziehungs- und Handlungsmuster in Frage zu stellen und zu bearbeiten. Alternative Lösungswege können konstruktiv erprobt werden.
Die Selbsterfahrung am Werkstück kann mit dem/der Therapeut*in reflektiert werden und zu weiterführenden Erkenntnissen auf dem Weg zur Genesung führen.