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Reittherapie

Reittherapie

Was ist Reittherapie

Auf dem Rücken eines Pferdes empfängt man die Schwingungen des Tieres. Wir sprechen hier von einem Bewegungsdialog zwischen Reiter und Pferd.

Im Schritttempo ist die rhythmische Bewegung des Pferdes der des Menschen beim Gehen sehr ähnlich. Die Bewegung stimuliert auf körperlicher wie geistiger Ebene.

Auf physiologischer Ebene wird vor allem der Muskeltonus, der Spannungszustand im Muskel, beeinflusst. Als Folge von Krankheiten, wie z.B. Spastik und Kinderlähmung, aber auch nach Unfällen oder Sauerstoffmangel während der Geburt ist diese wichtige Regulation gestört. Die Muskeln können sich nicht mehr richtig entspannen.

Durch Bewegungsübungen auf dem Pferd verbessert sich der Muskeltonus, ohne dass sich der Patient selbst allzu sehr anstrengen muss. Haltung, Gleichgewicht und Koordination werden spielerisch trainiert und Selbstheilungskräfte aktiviert.

Ziele der Reittherapie

Im emotional-kognitiven Bereich:

  • Steigerung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit
  • Wahrnehmungsschulung und Stimulation aller Sinnesbereiche
  • Annahme von Korrekturen
  • Eingeständnis und Überwindung von Ängsten
  • Stärkung von Selbstwertgefühl, Körperbewusstsein und
    des Vertrauens in die eigene Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • Förderung der Sprachentwicklung

Im sozialen Bereich:

  • Anerkennung und Einhaltung gemeinsam erstellter Regeln und Grenzen
  • Eingliederung der Ich-Ansprüche in das Gruppengeschehen
  • Rücksichtnahme auf die eigene Person und auf andere Personen
  • Helfen und Hilfe annehmen
  • Aufbau von Verantwortungsbewusstsein
  • Aufbau von Beziehungen und Vertrauen zum Partner
  • Bewältigung von Kommunikations- und Beziehungsproblemen
  • Abbau aggressiver Verhaltensweisen

Im motorischen Bereich:

  • Lockerung und Aufbau von rhythmischen Bewegungen
  • Schulung der Fein- und Grobmotorik
  • Beherrschung von Gleichgewicht und Geschicklichkeit
  • Verbesserung von Haltungsschwächen bzw. –schäden
  • Entfaltung der inneren und äußeren Aufrichtung
  • Verbesserung bzw. Kompensation insuffizienter Bewegungsformen
  • Einfühlung in die Bewegung des Pferdes bis zum Loslassen

Gerade bei jungen Patienten kann man im motorischen, physischen und sozialen Bereich sehr schnell positive Veränderungen feststellen. Sie werden ausgeglichener, zufriedener und für andere Therapien und schulisches Lernen zugänglicher. Das wirkt sich insgesamt positiv auf ihren Schulalltag aus.

Fachtherapien

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