19.11.2020

Winterblues und Corona-Krise: 7-Punkte-Ratgeber für stabile Psyche

Bargfeld-Stegen. Die erneuten Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus funktionieren wie ein Katalysator für saisonal abhängige Depressionen, im Volksmund häufig auch Winterblues genannt.

„In den Wintermonaten leiden nicht wenige Menschen unter einem Stimmungstief – sei es, weil neue Aufgaben, Vorsätze oder Veränderungen Stress auslösen oder einfach, weil die dunkle Jahreszeit und schlechtes Wetter bedrückend auf die Psyche wirken. Daher sind die erneuten Einschränkungen aus psychosozialer Sicht besonders schwerwiegend, denn sie verstärken diese Tendenz: Soziale Isolation, das Gefühl von Unsicherheit und Angst sorgen für Stress. Und andauernder Stress begünstigt psychische Erkrankungen.“ erläutert Prof. Dr. Matthias Lemke, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Heinrich Sengelmann Kliniken.

Corona-Entfremdungssyndrom und Perspektivlosigkeit

Die Tatsache, dass das Ende der Corona-Krise bislang nicht abzusehen ist, kann ein Gefühl von Ohnmacht und Perspektivlosigkeit auslösen. „Trotz aller gesellschaftlicher Bemühungen und einer Phase der Einschränkung und des Verzichts erreichen die Infektionszahlen täglich neue Höchststände. Das erzeugt großen Frust und ein Gefühl von Machtlosigkeit. Das Nervenkostüm wird merklich dünner“, so Prof. Lemke.

Widerstandsfähigkeit der Psyche trainieren

Eine stabile Psyche und mentale Stärke sind daher momentan besonders wichtig; nicht zuletzt, weil schwer abzusehen ist, wie lange die Ausnahmesituation andauern wird, betont Lemke: „Genau wie der Körper braucht auch die Seele ein Abwehrsystem. Dieses wird als Resilienz bezeichnet. Wie das Immunsystem auch muss es sich entwickeln, anpassen, gepflegt und trainiert werden. Genauso wie der Körper sollte auch die Seele trainiert werden, um möglichst resilient, also widerstandsfähig zu sein.“

7-Punkte-Ratgeber mit Tipps für erfolgreichen Umgang mit der Ausnahmesituation

Prof. Lemke und das Team der Heinrich Sengelmann Kliniken haben einen 7-Punkte-Ratgeber zusammengestellt mit Empfehlungen, wie diese herausfordernde Zeit gut bewältigt werden kann.

Professionelle Hilfe bei großer seelischer Belastung

Für Menschen mit psychischen Vorbelastungen ist der anhaltende Ausnahmezustand noch schwerer zu bewältigen. Häufig sind sie stressempfindlicher und reagieren sensibler auf derartige Einschränkungen, oft mit verstärkter Angst, Panik oder Depressionen. Nicht zuletzt auch für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, die nun schon seit geraumer Zeit an ihre Leistungsgrenzen gehen, bedeutet die Corona-Krise eine enorme psychische Belastung.

Wenn Sie das Gefühl haben, Sorgen und Ängste nicht mehr allein bewältigen zu können, und eine große seelische Belastung verspüren, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Nehmen Sie erste Warnsignale erst, denn professionelle und schnelle Hilfe ist besonders in akuten Situationen äußerst wichtig. Das Expertenteam der Heinrich Sengelmann Kliniken ist auch in Krisensituationen jederzeit telefonisch oder per E-Mail für Sie da. 04535 505-0, hsk@mail -->@alsterdorf.de

In dringenden medizinischen Notfällen wenden Sie sich bitte unmittelbar an unsere Notaufnahmestation: 04535 505-218.