Jonas Kirschner aus den Heinrich Sengelmann Kliniken gehört zu Deutschlands Pflegern des Jahres 2026
Psychiatrische Pflege findet oft dort statt, wo Menschen sich in einer seelischen Ausnahmesituation befinden. Auf geschützten Stationen geht es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern um Vertrauen, Stabilität und die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten in Beziehung zu bleiben.
Dass genau diese Arbeit nun bundesweit Anerkennung erfährt, freut die Heinrich Sengelmann Kliniken besonders: Jonas Kirschner, Gesundheits- und Krankenpfleger in den Heinrich Sengelmann Kliniken, wurde beim bundesweiten Award »Pfleger/Pflegerin des Jahres 2026« der Initiative Herz & Mut mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.
Der 38-Jährige arbeitet auf unserer geschützten psychiatrischen Station und begleitet dort Menschen in seelischen Krisen- und Ausnahmesituationen. Die Jury würdigte insbesondere seine Empathie, seine fachliche Kompetenz sowie seine Fähigkeit, auch in angespannten Situationen Vertrauen aufzubauen und Sicherheit zu vermitteln.
»Gerade in schwierigen Situationen entsteht oft der wichtigste Kontakt«, sagt Jonas Kirschner. »Wenn Menschen merken, dass jemand bleibt und sie ernst nimmt, kann daraus wieder Vertrauen wachsen - gerade dann, wenn sie ihre eigene Erkrankung nicht einordnen können.«
Kirschner arbeitet seit vier Jahren in den Heinrich Sengelmann Kliniken. Parallel engagiert er sich als Deeskalationstrainer und schult Kolleginnen und Kollegen im professionellen Umgang mit schwierigen Situationen.
Psychiatrische Pflege erfordert dabei weit mehr als medizinisches Fachwissen. Gerade auf geschützten Stationen sind Ruhe, Orientierung, Stabilität und menschliche Nähe entscheidend für den therapeutischen Prozess.
Prof. Dr. Matthias R. Lemke, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Heinrich Sengelmann Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, sagt:
»Psychische Erkrankungen betreffen viele Menschen, oft leise und über lange Zeit. Gerade in der psychiatrischen Versorgung wird deutlich, wie entscheidend Pflege für den Behandlungserfolg ist. Hier entsteht Beziehung, hier entsteht Vertrauen. Mitarbeitende wie Jonas Kirschner machen das jeden Tag erlebbar. Gerade in der psychiatrischen Versorgung zeigt sich, wie wichtig diese Form der Nähe und Stabilität für den Behandlungserfolg ist.«
Auch Andrea Nielsen, Geschäftsführerin der Heinrich Sengelmann Kliniken, sieht in der Auszeichnung ein wichtiges Zeichen für die Pflege insgesamt:
»Wir sind stolz, Jonas Kirschner in unserem Team zu haben. Was ihn auszeichnet, erleben unsere Patientinnen und Patienten jeden Tag: Er bleibt zugewandt, hört zu und gibt Sicherheit – gerade in schwierigen Situationen. Es sind genau diese Begegnungen, in denen Vertrauen entsteht und Menschen wieder Halt finden. Das zeigt, was Pflege wirklich bedeutet.«
Der Award »Pfleger/Pflegerin des Jahres« wird seit zehn Jahren von der Initiative Herz & Mut vergeben. Bundesweit werden dafür Pflegekräfte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Menschen einsetzen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden aus rund 1.000 Vorschlägen von Angehörigen, Patientinnen und Patienten sowie Kolleginnen und Kollegen ausgewählt.
* Im Bild von links nach rechts: Manja Bergmann (1. Platz), Vanessa Body (2. Platz), Manne Lucha (baden-württembergischer Sozial- und Gesundheitsminister), Preisinitiatorin Mirjam Rienth (Initiative Herz& Mut von Jobtour medical), Jonas Kirschner