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Tag der offenen Tür 2012

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O happy Day schmetterten die Stormarn Singers auf der Bühne im Heinrich Sengelmann  Krankenhaus – und ein glücklicher Tag war es tatsächlich: bei strahlendem Sonnenschein nutzten rund 700 Besucher die Gelegenheit, sich über das Angebot des HSK zu informieren, mit Therapeuten ins Gespräch zu kommen und das bunte Rahmenprogramm anzuschauen.

Nach dem Gottesdienst unter freiem Himmel konnten sich die Besucher einen Eindruck verschaffen, wie die Fachtherapien im HSK mit Patienten arbeiten. Immer geht es darum, einen Zugang zu finden zu den eigenen Gefühlen, die bei psychisch kranken Menschen häufig verschüttet sind, erklärte Psychologin  Anette Kratz im Expertengespräch auf der Bühne. Ob in der Musik- oder Tanztherapie mit Klängen und Bewegung, ob in der Ergotherapie zum Beispiel beim Korbflechten, in der Kunsttherapie beim Malen oder in der Gartentherapie bei der Beschäftigung mit Pflanzen und Düften – die Angebote sind so vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. Gemeinsam mit dem Patienten wird der Behandlungsplan entwickelt, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse. Hier wird niemand zu etwas gezwungen – weder in der im Krankenhaus noch in der Tagesklinik, betont Dr. Bettine Wyszomirski.

Was passiert in der Suchttherapie? Was erwartet Patienten in einer Tagesklinik? Welche psychischen Erkrankungen kommen im Alter besonders häufig vor und wie werden sie behandelt? In Gesprächsrunden auf der Bühne am Marktplatz gaben Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte Auskunft. Es freut mich, dass alles so transparent und ehrlich in diesem Krankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie verläuft, fasste eine Besucherin ihren Eindruck zusammen.

Ein besonderer Anziehungspunkt für die Gäste am Tag der offenen Tür war der Gerontogarten, der erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit über 3000 Quadratmetern Fläche ist er einer der größten in Deutschland. Gartenarchitekt Herwyn Ehlers erläuterte den Gästen das Konzept: das ganze Jahr über sorgen bunte Blumen, verschiedene Obstbäume, ein Kräutergarten, Rosenstauden und Laubbäume dafür, dass immer etwas blüht und duftet oder leuchtendes Herbstlaub die Nutzer erfreut. Farblich markierte Rundwege erleichtern den Patienten der Station für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie die Orientierung – besonders wichtig bei Menschen mit Demenz. Ein aufgeschütteter Erdwall samt Zaun sorgt dafür, dass die Patienten sich im Garten allein und frei bewegen können, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie das Gelände verlassen und nicht mehr zurückfinden. Es ist schon vorgekommen, dass Patienten sich hier im Garten müde gelaufen haben, erzählt Stationsleiterin Bärbel Dabelstein. Das ist natürlich viel besser, als Medikamente gegen die innere Unruhe einzusetzen.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Pflanzung eines Klimabaums in Kooperation mit der Stiftung Klimawald – der fünfte in Deutschland. Damit zeigen wir, dass das HSK auch für Verantwortung und Nachhaltigkeit steht, betont Wolfgang Bruners, Qualitätsmanager und Organisator des Tages der offenen Tür.

Mit Ponyreiten, Spielen für Kinder und Vorführungen der Hunderettungsstaffel bot das Rahmenprogramm viel Abwechslung. Die Stormarn Singers und das Jugendorchester Bargfeld sorgten für gute Stimmung.

Der Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg – diese Bilanz zogen am Nachmittag HSK-Geschäftsführer Thomas Liehr und Prof. Lemke und dankten noch einmal allen Mitarbeitenden für die gute Vorbereitung und das große persönliche Engagement.